Bericht Zeltlager 2025
Am 26.7.25 war es wieder so weit, das Zeltlager stand an, und so trafen sich Teilnehmer und Betreuer bei bester Stimmung für eine Woche voller Sport, Spiel und Spaß.
Wobei ich sagen muss, dass ich zuvor schon etwas besorgt war, hatten wir nicht nur mit beschädigten Zeltstangen zu kämpfen, sondern auch eine Wettervorhersage, die 7 Tage Regen versprach.
Aber wenn ich in der Woche eine Sache gelernt habe, dann, dass man der quasi nicht vertrauen darf. Klar hat es auch geregnet, macht es im Zeltlager ja immer, aber doch sehr viel weniger als befürchtet. Und was macht man, wenn es regnet? Richtig man Bastelt. Egal ob geschnitzte oder bemalte Steine, Tieren aus Eierkartons und Klopapierrollen, verzierte Boote und Flaschen oder Fänger für Sonnenlicht und Träume.
Dank Evelyn, Johanna Elle und Lucy konnte jedes Kind seine individuellen Zeltlagersouvenirs oder Geschenke für Freunde und Familie anfertigen. Und wer gerade nicht basteln wollte spielte Schach, Werwolf oder Pokémon. Gerade das Pokémonspielen erfreute sich einer Beliebtheit, der sich weder Teilnehmer noch Betreuer entziehen konnten. Den Versuch, dass das Spielen wenigstens während des Essens pausiert wird, mussten wir doch recht schnell aufgeben. Gegipfelt ist das Ganze in einem spanenden Turnier am Donnerstag.
Ansonsten wurde natürlich fleißig Tischtennis, Volley-, Basket- und Fußball gespielt. Großer Beliebtheit erfreuten sich auch die Geländespiele. „Zombieball“ und „Capture the flag/ball“ gehören ja quasi schon zum Pflichtprogramm eines Zeltlagers aber auch die beiden neuen Spiele „Jäger und Gejagte“ und „Stratego“ die unter Flos Anleitung ausprobiert wurden, wurden mit großer Begeisterung aufgenommen. Dabei war es für mich besonders spannend die Entstehung der verschiedenen Taktiken und Aufgabenverteilungen in den Teams zu beobachten. Und natürlich die Betreuer gegen Teilnehmer Runde von Capture the ball, in der die Betreuergruppe in der dritten Runde durch Aufgebot quasi aller Verfügbaren Spieler immerhin noch den Ehrenpunkt holen konnte.
Genauso aktionreich und kompetitiv ging es auch auf dem Wasser zu.
Denn auch in diesem Jahr hat Dani wieder ein SUP-Rennen veranstaltet. Dabei begann die Rivalität schon bei der Benennung der Teams. So gab es neben den Wurstenten auch die Wurstentenzerstörer. Hier war der Name Programm, da sich die Zerstörer im Finale gegen die Wurstenten durchsetzen konnten. Im Wasser war natürlich genau so viel los. Egal ob einfach beim Planschen, Klamottenschwimmen oder Training für das Sportabzeichen es gab genug Gelegenheiten für ein Sprung ins etwas zu kühle Nass. Aber apropos Sportabzeichen. 47 Kinder und Jugendliche haben während des Zeltlagers ihr Abzeichen erfolgreich abgeschlossen fast ¾ davon sogar mit Gold. Was für eine Leistung, und dass, obwohl die Sportplätzte nach dem Sturm weiterhin gesperrt waren. Aber Angela, Clemens und alle Helfer haben es möglich gemacht.
Denn ohne Andreas, Sonja, Mark, Ole, Claudia, Sarah, Basti, Ulrich, Jon, Michi, Andy und Thomas wäre es sowohl zeitlich aber auch vom Know-how her nie und nimmer möglich gewesen. Und dank Phine, Rafael, Emilia, Anna und einiger Teilnehmerinnen haben auch alle Gruppen (mehr oder weniger) schnell ihren Weg von Station zu Station gefunden. Und so wurde auch in diesem Jahr fleißig geworfen, gestoßen und geschleudert, wie bekloppt ums Feld oder den See gerannt und gesprungen, was das Zeug hält. Beim Seilspringen kann man ja durch die Wahl des passenden Seils einiges beeinflussen, aber auch beim Hoch- und Weitsprung hat sich so manche ein Trampolin gewünscht, um vielleicht doch noch 4 cm herauszuholen. Leider waren unsere Trampoline entweder wieder zu Wasser gelassen worden oder anderweitig „belegt“. Und auch die gemietete Hüpfburg war zwar gut, fürs Weitspringen aber ungeeignet.
Springen war auch das Motto des diesjährigen Ausflugs. Für uns ging es nämlich ins Jump Hous. Dort gibt es nicht nur eine große Freifläche mit Einzeltrampolinen perfekt für Saltos und andere Tricks oder verschiedene Sprunggruben, sondern auch viele Sachen, die man zusammen bzw. gegeneinander machen kann. Sei es beim Basketball, dem Reaktionstest und den interaktiven Videospielen. In der Battlearena konnte man sich gegenseitig mit Schaumstoffstangen von einem Steg stoßen oder musste durch Springen und Ducken sich im Kreis drehenden Stangen ausweichen. Und natürlich wurde ich auch beim Dogeball gebattlet, wo sich manche Handballerfahrung als hilfreich herausstellte. Die besonders Mutigen waren dazu noch hoch oben auf dem Kletterparkour mit Seilbahn unterwegs. Dieses Mal ganz ohne verlorene Zähne, was umso wichtiger war, denn wie hätte man sich sonst zwischendurch mit einer Brezel stärken sollen. Und wem die nicht gereicht hat, konnte sich zurück auf dem Gelände über frische Wraps freuen.
Denn auch in diesem Jahr wurde unter der Leitung von Margit und Dominic wieder gekocht, gebraten, geschnippelt und geschmiert, was das Zeug hält, sodass wir uns alle mittags mit Schnitzel, Nudeln, Asiapfanne und Milchreis/Griesbrei den Bauch vollschlagen konnten. Zum Frühstück gab es wie immer Müsli und Brötchen, während zum Abendessen die Brote um Salate, Tomate-Mozzarella sowie Gemüsesticks mit Dips und massig Melone ergänzt wurden. Damit wir dem Verein aber nicht die Haare vom Kopf fressen hatte Leon immer ein wachsames Auge auf das Budget. Und dank reichlicher Kuchenspenden wurde auch jeder Süßschnabel glücklich.
Dabei können wir von Glück sprechen, dass sich der Bienenstich nicht häufiger in einen Wespenstich verwandelt hat, denn gemessen an den Horden von Wespen sind wir glimpflich davongekommen. Aber nicht nur die Wespen haben im Lager ihr Unwesen getrieben. Auch der Fuchs hat uns manchen Besuch abgestattet und ist in und um die Zelte geschlichen. Wissenswertes über die Tier- und Pflanzenwelt auf und Abseits des Geländes gab es bei den Naturrundgängen und dem Fledermausbeobachten mit Mathias oder beim Angeln.
Wer hingegen einmal seine Artistenseite ausleben wollte, hatte dazu beim Zirkusworkshop die Gelegenheit. Hier konnte man sich an verschiedenen Hebefiguren oder dem Laufen auf einer Kabelrolle versuchen.
Einen besonderen Workshop gab es von unserer Kinderschutzbeauftragten Julia. Dieser richtete sich an Mädchen von 10 bis 17 Jahre und war Teil unseres Kinderschutzkonzeptes. Dabei wurde die sexualisierte Gewalt allgemein aber auch das Kennenlernen der eigenen Grenzen oder den Umgang mit möglichen Situationen im und abseits des Vereins thematisiert.
Logischerweise war ich nicht dabei, aber in anschließenden Gesprächen mit den Teilnehmerinnen habe ich den Eindruck gewonnen, dass sie dort hilfreiche Ansätze und wichtige Impulse bekommen haben, und allgemein für das Thema sensibilisiert wurden.
Aber was soll man sagen, bei so vielen Aktivitäten verflogen die Tage wie im Flug. Gut, dass uns noch die Nächte blieben. Und wer glaubt, dass die alleinig zum Schlafen dienen der kennt das Zeltlager schlecht. Stattdessen wurde mit Frank am Lagerfeuer gesessen oder sich beim Kino im Zelt in die Welt von „Raya und dem letzten Drachen“ begeben. Beim Karaoke mit Oli wurde dann das eine oder andere Liedchen geträllert, jedoch mit weniger „Wildberry Lillet“ als erwartet. Dabei könnte man fast behaupten, dass jeden Abend Karaoke ist, wenn Michelle Hitster spielt. Musikalisch blieb es auch bei der Party, wobei ich das Gefühl hatte, dass mache mehr auf die Chips, als aufs Tanzen aus waren. Das sich dieses Gefühl aber auch täuschen kann zeigte die volle Tanzfläche bei Klassikern wie „Mädchen gegen Jungs“ und „Macarena“ und wer bei der 75 Jahr Feier dabei war weiß, wie ansteckend aber auch anstrengend der Tanz zu „Sing Hallelujah!“ sein kann.
Nachdem aber nun auch die Nächte geschafft waren blieb uns am Samstag nur noch das Kofferpacken. Die Eltern haben auch wieder fleißig mit angepackt, sodass die Zelte ruck zuck abgebaut und verpackt waren. Zur Stärkung gab es wie immer Burger, bevor es in die Abschlussveranstaltung ging. Dort bekamen die Teilnehmer ihre Sportabzeichen und die Preise der verschiedenen Wettkämpfe.
Zwischendurch wurde natürlich auch wieder getanzt, und wer nicht schon auf dem Weg nach Hamburg war, saß noch bei Kaffee und Kuchen zusammen, um die Eindrücke der letzten Woche Review passieren zu lassen oder schon Pläne fürs nächste Jahr zu schmieden. So wie ich mit unserer Flurfee (wäre Seefee nicht passender) Anna während der Badeaufsicht ein paar Tage zuvor. Und ich habe auch schon von anderen Betreuern gehört, dass sie wieder am Start sind. Also freut euch drauf.
Bis dahin beste Grüße Jonathan